Der Ellinikos Ichnilatis

Ellinikos Ichnilatis

Ellenikos Ichnilatis

Marathon 2010

Ellenikos Ichnilatis

Athen 1959

Ellinikos Ichnilatis, Hellenikos Ichnilatis, Greek Harehound or Scenthound, Griechischer Spürhund

Die Herkunft dieser Schwarz/lohfarbenen Bracke wird auf den Lakonier zurückgeführt. Diese berühmten Jagdhunde hatten ihre Heimat in Südgriechenland, auf dem Peloponnes, und über die Jahrhunderte hinweg haben sie sich nur wenig verändert. Noch heute gibt es in Laconia (Sparta) eine bisher nicht offiziell anerkannte dreifarbige Varietät des Griechischen Spürhundes. Das antike Griechenland erstreckte sich über weite Teile des Balkans, und so ist es nicht verwunderlich, dass der Ellinikos Ichnilatis sein Erbe in den Nachbarländern hinterließ und zum Entstehen der verschiedenen Schwarz/lohfarbenen oder dreifarbigen Balkanbracken beitrug. Am 16.10.1959 wurde er als erste der griechischen Rassen international durch die FCI anerkannt. Reinrassige Exemplare sind selten, denn noch immer werden diese Hunde mit anderen Bracken gekreuzt, diese werden als "Geckas" bezeichnet.
Der Ellinikos Ichnilatis ist ein mittelgroßer Hund, der durch seine Verwendung als Hasenjagdhund geformt wurde. Er hat eine sehr feine Nase, mit der er auch in schwierigem Gelände Hasen aufspürt und mit einer für eine Bracke überdurchschnittlichen Geschwindigkeit dem Jäger in großem Bogen vor die Waffe treibt. Er ist athletisch, robust und mit normalen Proportionen, etwas länger als hoch, mit fester Haut und kurzem, geschmeidigem Haar. Seine Farbe ist überwiegend schwarz mit lohfarbenen Abzeichen. Für die Ausbreitung der lohfarbenen Abzeichen gibt es keine Limitierung, jedoch muß ein schwarzer Mantel vorhanden sein. Ein kleiner weißer Brustfleck ist erlaubt. Der Kopf ist edel und brackentypisch, aber niemals grob oder schwer. Die Ohren liegen flach an und sollen nicht zu lang oder schwer sein. Nase und Nägel sollen gut pigmentiert sein, die Augenlider fest anliegen.

Der Ellinikos Ichnilatis jagt spurlaut, seine schöne und laute Stimme ist über mehrere Kilometer zu hören. Er ist in der Lage, selbständig zu jagen und wenn es nötig ist, große Entfernungen im Galopp zurückzulegen, bevor er den Hasen dem Jäger zutreibt. Wegen dieser angeborenen Fähigkeiten hat die Rasse ein heftiges Temperament. Diese Hunde benötigen eine sorgfältige Führung, Geduld und Verständnis und haben ein starkes Bedürfnis nach Freiheit und Bewegung. Raue Erziehungsmethoden machen sie eigensinnig und stur. Sie eignen sich nicht für die ausschließliche Haltung auf der Etage, es sind „Outdoor-Hunde“, die einem unerfahrenen Hundehalter einiges abverlangen. Auch wenn die Jäger in Griechenland es sich meistens nicht vorstellen können, haben sie sich außerhalb ihrer Heimat als angenehm im Haus zu haltende Hunde erwiesen, sofern sie genug Bewegung und Beschäftigung haben. Sie sind mutig, intelligent und manchmal ungeduldig, passionierte Jäger, aber nie brutal. Sie sind freundlich, liebevoll und äußerst verspielt, sollen aber auch wachsam und ggf. verteidigungsbereit sein. Extrem tapfer und einfallsreich, besitzen sie die Kondition und die Geschicklichkeit, auch Wildschweine anzugreifen. Im Beisein seines Menschen jedoch, ist dieser Hund ein fröhlicher und freundlicher Begleiter, immer schwanzwedelnd und ist friedlich anderen Hunden gegenüber. Er schließt sich seinem Menschen eng an, ist aber eher als "Einmann-Hund" zu bezeichnen. Traditionell jagt die Rasse in Paaren oder kleinen Gruppen.
Größe: Rüden 47-55 cm, Hündinnen 45-53 cm (plus/minus 2 cm).
Standard: FCI Nr. 214

Verein der Freunde des Ellinikos Ichnilatis: http://ellinikosihnilatis.info/site/modules/tinycontent1/index.php?id=1
K.O.E. (Griechischer Hundezuchtverband): http://www.koe.gr/index.php/el/greekbreeds/ellhnikos-ichnilatis
Rasseportrait von Maria Ginala (englisch): http://www.dogbreedinfo.com/hellenikosichnilatis.htm

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